Landkreis Ebersberg Landkreis Ebersberg

Die einzelnen Projekte in der Übersicht

PG Kindergesundheit in Institutionen

Die Kindergesundheit im Landkreis Ebersberg soll nachhaltig verbessert werden. Ansatzpunkt zur Verbesserung der Kindergesundheit sind Kindertageseinrichtungen und Schulen, in denen Kinder den Großteil ihres Tages verbringen. Das Alter der Zielgruppe für dieses Projekt wurde von 3 bis 10 Jahren begrenzt. Zunächst sind die Zieleinrichtungen Kindertagesstätten. Zu Beginn wurden Erkenntnisse gesammelt, welche Gesundheitsangebote die Einrichtungen bereits durchführen und umsetzen und welche Ergänzungen bzw. welche Unterstützung sich die Fachkräfte von der Projektgruppe wünschen würden. Mittels einer Befragung wurde festgestellt, wie das pädagogische Fachpersonal die Gesundheit der Kinder einschätzt und anhand dieser Ergebnisse wurde ein Gesundheitsmodul „Psychomotorik“ für die Einrichtungen entwickelt. Das Modul kann kostenfrei durch eine großzugige finanzielle Förderung der AOK in 27 Einrichtungen kostenfrei angeboten werden. Dieses Modul wird seit Februar 2018  in den Einrichtungen umgesetzt. Interessierte Einrichtungen können sich unter demografie@lra-ebe.de informieren und anmelden.

PG medizinisches Fachpersonal

Hintergrund dieses Projektes ist der Fachkräftemangel in den medizinischen Assistenzberufen und des fehlenden bezahlbaren Wohnraums im Landkreis. Bereits heute können offene Stellen immer schwerer neu- und nachbesetzt werden. Übergeordnetes Ziel dieses Projektes ist es, den Fachkräftemangel im Landkreis Ebersberg um 10% zu reduzieren. Dazu wurde in einem ersten Schritt die Ist-Situation in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen abgefragt und analysiert. Die Projektgruppe hat dazu eine Abfrage im Landkreis im Winter 2016/2017 durchgeführt. Anhand dieser Ergebnisse sollen im nächsten Schritt Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Darunter werden schwerpunktmäßig Maßnahmen zur Rekrutierung, zur langfristigen Mitarbeiterbindung, zur Ausbildung und auch eine Imagekampagne zur aktiven Anwerbung von Pflegekräften fallen. Derzeit ist eine Imagekampagne in Planung.

AK psychische Gesundheit

Das Thema psychische Gesundheit soll mehr in die Öffentlichkeit getragen werden und so zur Entstigmatisierung beigetragen werden. Es wird ein Wegweiser für psychische Gesundheit entwickelt, welcher ein niederschwelliges Angebot für die Landkreisbürger darstellen soll. Der Wegweiser unterteilt sich in Altersphasen (Kleinkind, Kind, Erwachsen, Senioren) und wird im Design einer Informationsbroschüre gestaltet.

Der Wegweiser enthält Informationen über Beratungsstellen, Therapeuten etc. im Landkreis Ebersberg

Zudem gibt es Kurzbeschreibung von den häufigsten Störungsbilder in den jeweiligen Lebensphasen.

PG Demenz

Die Zahl der an Demenz erkrankten Personen nimmt auch bei uns im Landkreis zu, deshalb sind die obersten Ziele der Projektgruppe:

·         Erhebung des Bestandes an Unterstützungs- und Versorgungsangeboten landkreisweit

·         Bekanntmachung örtlicher Netzwerke

·         Identifikation von Problemen und notwendigen Bedarfen

Im Landkreis Ebersberg finden jährlich Angebote zum Thema Demenz statt. Hierdurch will der Landkreis auf das Thema Demenz aufmerksam machen und Berührungsängste abbauen. Des Weiteren fand eine Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag im September 2017 im Landratsamt Ebersberg statt. Derzeit findet eine Abfrage der Kommunen über die jeweiligen Seniorenbeauftragten zum Thema „Demenz in der Kommune“ statt. Ebenso wurde ein landkreiseinheitlicher Demenzüberleitungsbogen entwickelt, welcher auch bereits erfolgreich etabliert ist. Mit Hilfe des Bogens sollen die Übergänge von ambulant zu stationär und umgekehrt verbessert werden.

PG Hospiz- und Palliativversorgung

Die Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten ist derzeit wie folgt im Landkreis Ebersberg organisiert:

Palliativstation der Kreisklinik: Stationäre Palliativversorgung

Caritas: Träger für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Christophorus Hospizverein Ebersberg e.V.: Ergänzung des speziell qualifizierten medizinischen und pflegerischen Personals der ambulanten und stationären Dienste durch kompetente ehrenamtliche Hospizbegleiter.

Bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten sind jedoch auch weitere Akteure beteiligt. Darunter fallen Hausärzte, sowie ärztliche Spezialisten, ambulante Pflegekräfte, Pflegeeinrichtungen und Angehörige. Aber auch Kostenträger und Einrichtungen der psychosozialen Versorgung. Eine professionelle oder institutionalisierte Vernetzung dieser Akteure mit den drei qualifizierten Organisationen (PS KK, SAPV, CHV) ist im Landkreis noch nicht verankert. Ziel ist es, ein koordiniertes Hospiz- und Palliativnetzwerkes im Landkreis Ebersberg  aufzubauen. Es konnten bereits in den vergangenen zwei Jahren eine Weiterbildung für Ärzte zum Thema „Palliativmedizin“ angeboten werden. Eine ähnliche Fortbildung soll in Zukunft auch für Pflegekräfte im Sinne einer Palliativbegleitung angeboten werden, dazu wurde eine extra Stelle bei der Caritas geschaffen, um das Projekt voranzutreiben.

Ein weiterer Schwerpunkt wird in Zukunft in der Errichtung des Landkreiseigenen Hospizes liegen, welches durch SFB Beschluss vom 21.03.2018 gebaut werden soll.