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Pollenflug in Bayern hat bereits begonnen - Allergiker sollten Medikamente einnehmen

Meldung vom 17.02.2019 Huml: Pollenflug in Bayern hat bereits begonnen - Bayerns Gesundheitsministerin: Allergiker sollten Medikamente einnehmen - Polleninformationsnetzwerk startet im Frühjahr

In Bayern hat in diesem Jahr der Pollenflug bereits begonnen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Sonntag hingewiesen. Huml betonte: "In einigen Regionen Bayerns fliegen aufgrund frühlingshafter Temperaturen bereits Haselnuss- und Erlenpollen. Allergiker könnten also bereits Heuschnupfen-Symptome wie juckende Augen und triefende Nasen spüren."

Huml fügte hinzu: "Wir werden Pollenallergiker und Asthmatiker bald mit aktuelleren Daten zum Pollenflug in Bayern versorgen können. Denn im Frühjahr geht unser elektronisches Polleninformationsnetzwerk (ePIN) in Betrieb. Derzeit läuft der Testbetrieb."

Über das elektronische Polleninformationsnetzwerk können Bürger die aktuelle Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch online abrufen. Die erste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen im Rahmen von ePIN war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Weitere Pollenmonitore stehen in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Hof. Im Frühjahr werden noch die Messstationen in München und in Feucht aufgebaut.

Huml, die approbierte Ärztin ist, ergänzte: "Leider kann eine Allergie sehr plötzlich auftreten. In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene an der allergisch bedingten Entzündung der Nasenschleimhaut. Bei manchen Patienten können dadurch Atemwegsbeschwerden bis hin zu Asthma auftreten."

In Bayern leiden nach Schätzungen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) über zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Etwa 490.000 Erwachsene und circa 85.000 Kinder und Jugendliche sind von Asthma bronchiale betroffen.

Allergietests führen unter anderem Hausärzte, Hautärzte, Internisten und Kinderärzte durch. Bei konkretem Verdacht ist die Untersuchung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Über den Pollenflug können sich Allergiker beim Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes unter http://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizespollen/gefahrenindexpollen.html informieren.

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