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Lass dich nicht K.O.-Tropfen - Initiative vom Kreisjugendamt und der Gesundheitsregion plus

Meldung vom 30.11.2018 Kreisjugendamt und Gesundheitsregion plus möchten mit ihrer Aktion: „Safe it first! Mit uns gegen K.O.-Tropfen“ mittels zweier Gegenstände auf die Gefahren von K.O.-Tropfen hinweisen. Bsafe Disc und Spikeys mit Aktionskarte können selbstverständlich Getränke und Flaschen nicht völlig schützen! Vielmehr sind sie dazu gedacht, die Aufmerksamkeit von Partygänger*innen auf die Gefahren von K.O.-Tropfen zu lenken und eine Diskussion zu Schutzmaßnahmen anzufachen!

Lass Dich nicht K.O.-Tropfen

Informationen zu K.O.-Tropfen mit dem Wirkstoff GBL/GHB

Die Substanz GBL:

GHB ist ein Narkosemittel, das in der Medizin nur noch selten Verwendung findet.

GBL ist eine Substanz, die v. a. in Reinigungs- und Lösungsmitteln enthalten ist.

Bei Einnahme wird GBL im Körper schnell in GHB umgewandelt.

Wirkung von GBL:

Immer wieder kommt es auf öffentlichen Veranstaltungen, Partys, Feiern etc. zu (sexueller) Gewalt im Zusammenhang mit sog. K.O.-Tropfen. Im Kreisjugendamt Ebersberg landen dann punktuell Informationen, die darauf hindeuten, dass K.O.-Tropfen missbräuchlich eingesetzt wurden.

Vermeintliche Opfer berichten von plötzlich auftretenden Rauschzuständen: „mir wurde plötzlich schwindelig und schlecht“, „ich war ganz benommen!“, „ich hatte Angst ohnmächtig zu werden!“ Dies, obwohl die Opfer nur wenig oder keinen Alkohol getrunken hatten.

Indizien also, die auf K.O.-Tropfen hindeuten, sind vor allem: Schwindel, Unwohlsein, Verwirrtheit, Schläfrigkeit. Dies passiert plötzlich und verstärkt sich sehr schnell. Am Ende steht oft die Bewusstlosigkeit; die Opfer wissen absolut nichts mehr von den letzten Stunden.

Gerade deshalb werden K.O.-Tropfen als sog. Vergewaltigungsdroge bezeichnet und kriminell missbraucht.

Bei Mischkonsum, v. a. mit Alkohol oder Medikamenten, kann es sogar zu einem Atemstillstand kommen. Todesfälle in Deutschland sind bekannt.

Das Problem mit GBL:

Weil sie der Körper schnell abbaut , sind K.O.-Tropfen nur wenige Stunden in Blut- bzw. Urinproben nachweisbar. Medizinisches Personal müsste darauf achten, bei einem Notfall nicht nur auf Alkohol und/oder Drogen zu testen, sondern auch auf GBL/GHB.

Vermeintliche Opfer schämen sich oft, zum Arzt oder zur Polizei zu gehen. Wenn sie sich dann doch dazu entscheiden, ist die Nachweiszeit meist bereits abgelaufen.

 Schutz und Hilfe:

  • Schutz:
    • Sein Getränk nicht unbeobachtet lassen, sondern am Besten in der Hand halten und die Öffnung mit Handfläche oder Finger verdecken!
    • Kein offenes Getränk von Fremden oder nicht vertrauenswürdigen Personen annehmen!
    • Mit Freund*innen beschließen, aufeinander zu achten!
  • Hilfe:
    • Bei ersten Anzeichen (s. o.) sollte man sich sofort an Freund*innen oder das Personal wenden!
    • Mit Begleitung die Veranstaltung verlassen!
    • Evtl. den Rettungsdienst bzw. Notarzt verständigen (lassen)! Bei einem Verdacht den Hinweis auf mögliche K.O.-Tropfen geben!

Bsafe disc

Die Bsafe Discs decken eine Glasöffnung ab und erschweren so das heimliche Einbringen von K.O.-Tropfen.

Spikeys mit Aktionskarte

Spikeys sind Plastik-Pfropfen, die man in den Flaschenhals drücken kann. So ist das heimliche Einbringen von K.O.-Tropfen wesentlich erschwert. (Zum eigenen Mehrfachgebrauch ist der Pfropfen wieder entnehmbar)  – Die angehängte Aktionskarte informiert über Gefahren von und Maßnahmen gegen K.O.-Tropfen.

 

Wer sich an dieser Präventionsmaßnahme zum Schutz vor K.O.-Tropfen beteiligen möchte, kann die beiden Materialien zusätzlich mit Informationsplakaten kostenlos, aber nur persönlich beim Jugendschutzbeauftragten des Kreisjugendamtes oder bei der Gesundheitsregion Plus abholen:

Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg, Tel: 08092-823 311.