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2016/2017: Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Meldung vom 01.06.2017 Mit seinen Schwerpunktthemen greift das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege jedes Jahr ein gesundheitliches Thema von besonderer Relevanz auf. Die zahlreichen Aktionen, die dazu landesweit gemeinsam mit verschiedenen Partnern in der Prävention gestaltet werden, wollen die Aufmerksamkeit der allgemeinen und der Fachöffentlichkeit stärken.

Hintergrund:

In Bayern leben derzeit fast 1,7 Mio. Kinder unter 15 Jahren, das sind gut 13 % der
Gesamtbevölkerung. Ihre Zahl wird künftig leicht zurückgehen.

Mehr als 380.000 Kinder unter 15 Jahren und ca. 115.000 Jugendliche im Alter 15 bis 18
Jahren in Bayern hatten 2013 eine Diagnose aus der Gruppe der psychischen Störungen. Die
Verteilung nach Alter und Geschlecht in Bayern ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.

Anteil der Kinder und Jugendlichen mit
Diagnose F00-F99, Bayern 2013
Jungen Mädchen
unter 1 Jahr 11,3% 10,8%
1 bis 4 Jahre 29,0% 24,1%
5 bis 9 Jahre 41,0% 28,8%
10 bis 14 Jahre 28,8% 20,0%
15 bis 18 Jahre 21,0% 24,4%
Datenquelle: Kindergesundheitsbericht Bayern 2015

Damit hatte fast ein Drittel der Kinder und Jugendlichen eine ambulante Diagnose einer
psychischen Störung. In der Größenordnung kommt die KiGGS-Studie des Robert Koch-
Instituts zu ähnlichen Zahlen. Dort heißt es: „Bei jedem fünften Kind (20,2 Prozent) zwischen
3 und 17 Jahren können Hinweise auf psychische Störungen festgestellt werden.“


Bei den Kindern sind Jungen stärker betroffen als Mädchen, bei den Jugendlichen Mädchen
etwas stärker als Jungen.

Im Jahr 2014 wurden in Bayern 6.190 Fälle psychischer Störungen bei Unter-15-jährigen
stationär behandelt (Zunahme um 26 % im Vergleich zu 2004). In der Altersgruppe 15 bis
unter 20 Jahre waren es 13.596 Fälle (Zunahme um 54 % gegenüber 2004). Zwischen Jungen
und Mädchen gibt es bei den stationären Fallzahlen keine bedeutenden Differenzen.

Schwerpunktthemen:

- Regulationsstörungen

- Umschriebene Entwicklungsstörungen (Dyskalkulie, Legasthenie etc.)

- ADHS

- Depressionen

- Suizide

- Online-Verhalten/Cybermobbing

- Essstörungen

- Sucht

„Auch Kinder und Jugendliche können psychisch krank werden“

„Depression kann jeden treffen. Aber man kann etwas dagegen tun.“

Den vollständigen Bericht zur psychischen Gesundheit bei Kinder und Jugendlichen können Sie sich hier downloaden.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Stastaministeriums für Gesundheit und Pflege (StmGP)

oder auf der Homepage des Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung. (ZPG)