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Die ersten ausgebildeten Net-Piloten im Landkreis Ebersberg

Meldung vom 19.07.2019 Am 10. Juli 2019 wurden im Gymnasium Markt Schwaben die ersten augebildeten Net-Piloten für ihr freiwilliges Engagement geehrt. Herr Landrat Niedergesäß überreichte gemeinsam mit dem Schulleiter Herrn Popp die Zertifikate an die Schüler der 8 Jahrgangsstufe. Im Gymnasium Markt Schwaben sind nun 21 ausgbeildete Net Piloten im Einsatz.

Net-Piloten des Gaymnasiums Markt Schwaben

Eine Welt ohne Computer, Smartphone und Internet ist nicht mehr denkbar. Oft herrscht in den Familien mediale Vollversorgung. Medien sind allgegenwärtig und unterstützen das Bedürfnis nach Information, Kommunikation und Unterhaltung. Aber wo hört der angemessene Umgang mit Smartphones, Computerspielen, Videoportalen und sozialen Netzwerken auf, wo fängt ein problematisches, vielleicht sogar süchtiges Verhalten an? Bei diesen Fragen setzt das bundesweite und evaluierte „Peer-Projekt Net-Piloten – Durchklick mit Durchblick“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an. Es soll dazu beitragen, junge Menschen zu einem selbstverantwortlichen Umgang mit Smartphones, Tablets und Konsolen zu sensibilisieren und ihnen ein medienmündiges Aufwachsen in der digitalen Welt zu ermöglichen. Es geht zum einen um die Faszination der Medien, aber auch um deren Risiken und Gefahren, vor allem um die Gefahr einer Suchtentwicklung.

Das Präventionsprojekt „Net-Piloten“ wird von der Fachstelle für Suchtberatung und Prävention des Gesundheitsamtes (Frau Röhrig) in Kooperation mit der Geschäftsführung der Gesundheitsregion plus (Frau Sinemus) und dem Jugendschutz des Kreisjugendamtes (Herrn Pinkofsky) angeboten und umgesetzt. Nach dem ersten Ausbildungsdurchgang durch die Fachkräfte des Landratsamtes Ebersberg sollen dann die mit den Schülern zeitgleich geschulten Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter die zukünftige Durchführung des Projektes an ihrer Schule übernehmen. Die insgesamt 20 stündige Ausbildung der Net-Piloten geht über eine reine Informationsvermittlung hinaus. Es werden auch sogenannte „Soft Skills“ trainiert, d. h. die Jugendlichen werden in ihrer Sozial-, Kommunikations- und Methodenkompetenz gestärkt. Die Bereitschaft der eigenen Reflexionsfähigkeit und sich Hilfe im Bedarfsfall zu holen wird gefördert.

Im Anschluss an die Ausbildung geben sie dann in kleinen Teams selbst Workshops in den jüngeren Jahrgängen in ihrer Schule. Der Peer-Ansatz wird genutzt, weil junge Menschen gerne ältere Jugendliche zum Vorbild haben und von ihnen schnell lernen und etwas annehmen können. Die ausgebildeten Peers werden bei der Durchführung ihrer Workshops aber immer von einer Fachkraft begleitet. Die Eltern werden im Rahmen von Elternabenden über das Projekt informiert und durch Vorträge für diesen Themenbereich sensibilisiert.

 Weitere Informationen erhalten Sie unter www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de.