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Versorgung von psychisch kranken Menschen in Bayern weiter verbessern

Meldung vom 09.01.2019 Huml will Versorgung von psychisch kranken Menschen in Bayern weiter verbessern - Bayerns Gesundheitsministerin: Selbsthilfeeinrichtungen stärken und unabhängige Beschwerdestellen in ganz Bayern einrichten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will die Versorgung von psychisch kranken Menschen in Bayern weiter verbessern. Huml betonte am Mittwoch: "Eine psychische Erkrankung kann jeden treffen! Bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe eines Jahres eine psychische Störung festgestellt. Insbesondere bei jungen Menschen nehmen die psychischen Belastungen immer weiter zu. Deshalb ist es mein Ziel, die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von psychisch kranken Menschen in Bayern auszubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln."

Im Bezirk Oberbayern können Betroffene und ihre Angehörigen bereits die Angebote unabhängiger Beschwerdestellen nutzen. Diese bieten eine niedrigschwellige - also leicht erreichbare, kostenlose und auf Wunsch anonyme - Beratung und die Möglichkeit, gegebenenfalls ein Beschwerdeverfahren einzuleiten. Organisiert werden die Beschwerdestellen von der Oberbayerischen Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener sowie von Angehörigenverbänden psychisch kranker Menschen.

Das neue Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz war am 11. Juli 2018 vom Landtag verabschiedet worden. Der Hilfeteil trat am 1. August in Kraft. Die Ministerin ergänzte: "Das bedeutet einen großen Fortschritt für Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen. Wir stärken die Hilfen für Menschen in akuten psychischen Notlagen. Wir haben ein Maßnahmenbündel geschnürt, mit dem die psychiatrische, psychotherapeutische, psychosomatische und psychosoziale Versorgung in Bayern nachhaltig verbessert wird. Zugleich treiben wir die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen voran."