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Lebensqualität von Menschen mit Demenz weiter verbessern - Forschungsprojekt der Universität Bamberg zum Schmerzempfinden bei Menschen mit Demenz

Meldung vom 22.01.2019 Huml fördert Forschungsprojekt der Universität Bamberg zum Schmerzempfinden bei Menschen mit Demenz - Bayerns Gesundheitsministerin: Lebensqualität von Menschen mit Demenz weiter verbessern

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert seit Januar 2019 das Forschungsprojekt "Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz" der Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit rund 143.000 Euro. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Dienstag in Bamberg hingewiesen.

Huml betonte: "Mein Ziel ist es unter anderem, eine angemessene Pflege und medizinische Versorgung sicherzustellen. Außerdem will ich, dass die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen in Bayern weiter verbessert wird. Demenzkranke sind oft nicht mehr in der Lage, über ihre Schmerzen zu berichten. Deshalb werden bei diesen Patienten Schmerzen häufig nicht mehr ausreichend erkannt. Das kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben." 

In Bayern leben derzeit über 240.000 Menschen mit Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Demenzkranken im Freistaat bis zum Jahr 2030 auf 300.000 ansteigt.

Huml unterstrich: "Die zunehmende Zahl von Demenzkranken ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Um ihr gerecht zu werden, hat die Bayerische Staatsregierung bereits 2013 die ressortübergreifende Bayerische Demenzstrategie beschlossen. Leitziele der Demenzstrategie sind, den Bewusstseinswandel in der Gesellschaft für das Thema Demenz voranzubringen sowie die Selbstbestimmung und Würde der Betroffenen in allen Phasen der Erkrankung zu bewahren. Im Rahmen des Handlungsfelds 'Grundlagen- und Versorgungsforschung' dieser Strategie unterstützen wir deshalb das Bamberger Forschungsprojekt."

Federführend betreut wird das Projekt von Prof. Dr. Stefan Lautenbacher, Professor für Physiologische Psychologie an der Universität Bamberg. Die 80 Studienteilnehmer sind älter als 70 Jahre. Untersucht werden sollen jeweils 40 kognitiv gesunde Personen und Menschen mit vaskulärer Demenz, wobei 50 Prozent der Probanden aus jeder Gruppe chronische Schmerzpatienten sein sollen.