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Landarztquote wird noch mehr Nachwuchsmediziner aufs Land bringen

Meldung vom 11.10.2019 Huml: Landarztquote wird noch mehr Nachwuchsmediziner aufs Land bringen - Bayerns Gesundheitsministerin zum Start des Bayerischen Ärztetages in München

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ist zuversichtlich, dass künftig noch mehr Nachwuchsmediziner für den ländlichen Raum gewonnen werden. Huml verwies am Freitag in einer Pressemitteilung zum Start des 78. Bayerischen Ärztetags in München auf die neue Landarztquote. Sie betonte: "Ein guter Arzt muss nicht zwingend ein 1,0-Abitur haben. Denn im Berufsleben sind auch Fähigkeiten wie Sozialkompetenz und Empathie gefragt."

Die Ministerin, die approbierte Ärztin ist, erläuterte: "Mit der Landarztquote bieten wir mehr jungen Menschen, die an einer hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum interessiert sind, die Möglichkeit eines Medizinstudiums. Im Gegenzug verpflichten sie sich, nach der Weiterbildung für einen Zeitraum von zehn Jahren als Hausarzt in Regionen zu arbeiten, die unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht sind. Konkret gilt die Landarztquote für bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze, die an bayerischen Fakultäten pro Wintersemester zur Verfügung stehen."

Huml unterstrich: "Ich freue mich, dass die Bayerische Landesärztekammer die Einführung der Landarztquote unterstützt. Das ist keineswegs selbstverständlich."

Das Bayerische Landarztgesetz soll zum 1. Januar 2020 in Kraft treten und bildet damit die Basis für das anschließende Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Über die Landarztquote ausgewählte Kandidatinnen und Kandidaten beginnen ihr Studium jeweils im Wintersemester.

Huml unterstrich: "Bayern hat die ersten Weichen für die Gewinnung von Ärztenachwuchs bereits frühzeitig gestellt und als eines der ersten Bundesländer ein eigenes Programm aufgelegt: das Förderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum.  Im Doppelhaushalt sind dafür rund 15,3 Millionen Euro vorgesehen. Damit wird unter anderem die Niederlassung von Hausärzten und bestimmten Facharztgruppen sowie Psychotherapeuten mit bis zu 60.000 Euro gefördert. Dieses Programm ist sehr erfolgreich: So konnten bisher 555 Niederlassungen und Filialbildungen unterstützt werden, darunter 446 Hausärztinnen und Hausärzte."

Die Ministerin fügte hinzu: "Mit einem Stipendienprogramm wurden außerdem bislang 230 Medizinstudierende unterstützt, die sich verpflichtet haben, nach dem Studium ihre fachärztliche Weiterbildung im ländlichen Raum zu absolvieren und anschließend mindestens fünf Jahre dort tätig zu sein. Sie erhalten ein Stipendium in Höhe von 600 Euro pro Monat für maximal vier Jahre." Darüber hinaus fördert das bayerische Gesundheitsministerium mit bis zu 500.000 Euro 15 innovative medizinische Versorgungskonzepte (IMV).