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Landarztquote ist wichtiges Signal für die Menschen auf dem Land

Meldung vom 05.12.2019 Huml: Landarztquote ist wichtiges Signal für die Menschen auf dem Land - Bayerns Gesundheitsministerin: Zugleich bieten wir auch jungen Leuten ohne Einserabitur die Möglichkeit eines Medizinstudiums

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die beschlossene Landarztquote als wichtiges Signal für die Menschen auf dem Land bezeichnet. Huml betonte am Donnerstag nach der Zustimmung des Landtags zu dem entsprechenden Gesetzesentwurf: "Künftig werden sich mehr Ärztinnen und Ärzte für die Arbeit im ländlichen Raum entscheiden. Damit stärken wir in diesem Bereich das Ziel gleicher Lebensverhältnisse in Bayern. Zugleich bieten wir ab dem Herbst nächsten Jahres auch jungen Leuten ohne Einserabitur die Möglichkeit eines Medizinstudiums."

Die Ministerin erläuterte: "Seit 2014 habe ich mich für die Einführung einer Landarztquote eingesetzt – und jetzt ist der Weg dafür frei. Künftig werden bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern für Studierende vorgehalten, die ein besonderes Interesse an der hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum haben – das sind rund 110 Studienplätze jährlich. Dafür verpflichten sie sich, später mindestens zehn Jahre lang als Hausärztin oder Hausarzt in einer Region zu arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Wir gehen davon aus, dass viele dabei eine enge Bindung an ihren Arbeitsort aufbauen und auch nach den zehn Jahren dort bleiben werden."

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wird für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren, die Administration und das Monitoring zuständig sein. Es hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen.

Huml erläuterte: "Das erste Bewerbungsverfahren soll im Februar 2020 stattfinden, das erste Auswahlverfahren dann im Frühjahr/Sommer 2020. Im Wintersemester 2020/2021 können die ersten erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber ihr Studium beginnen."