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Huml kritisiert Spahn-Vorschlag zur Reform des Risikostrukturausgleichs der Krankenkassen

Meldung vom 26.03.2019 Bayerns Gesundheitsministerin Huml kritisiert Spahn-Vorschlag zur Reform des Risikostrukturausgleichs der Krankenkassen

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aufgefordert, seinen Vorschlag zur Reform des Risikostrukturausgleichs der Krankenkassen in wesentlichen Punkten zu überarbeiten. Huml betonte am Dienstag in München: "Bayern lehnt eine bundesweite Öffnung aller bisher landesunmittelbaren Krankenkassen strikt ab. Eine rein bundesweite Kassenlandschaft wird weder den Wettbewerb verstärken noch die Versorgung verbessern."

Die Ministerin erläuterte: "Die Versorgung erfolgt regional. Bei nur noch bundesweiten Krankenkassen und dem Wegfall starker regionaler Träger wie zum Beispiel der AOK Bayern ist eine Vernachlässigung der Region als Ort von zielgerichteten Leistungen und flächendeckendem Service im Gesundheitssystem zu befürchten. Denn der bisherige Wettbewerb zwischen bundesweiten und regionalen Krankenkassen um die bessere Versorgung vor Ort wird erlahmen." 

Huml fügte hinzu: "Es ist zwar zu begrüßen, dass Jens Spahn nun bei der Reform des Risikostrukturausgleichs der Krankenkassen die regionale Dimension unterschiedlicher Kosten in verschiedenen Versorgungsgebieten miteinbeziehen will. Aber der Bundesgesundheitsminister muss noch Zahlen vorlegen, um die Tauglichkeit seiner Vorschläge zu beweisen. Wie sich seine Reformvorschläge auf die bayerischen Versicherten auswirken, kann aufgrund der fehlenden Datentransparenz und der verbleibenden Unklarheit über die einzelnen Vorschläge noch nicht beziffert werden."