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Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels 2019

Meldung vom 09.12.2019 Huml und Aiwanger legen Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels 2019 vor - Gemeinsame Erklärung nach einem intensiven Dialogprozess mit der pharmazeutischen Industrie in Bayern

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger haben am Montag in München zusammen mit Vertretern der pharmazeutischen Industrie die Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels vorgelegt. Huml betonte: "Der Bayerische Pharmagipfel ist auch 2019 wieder ein Erfolg."

Aiwanger, der an der Abschlussveranstaltung nicht teilnehmen konnte und von Staatssekretär Roland Weigert vertreten wurde, unterstrich: "Die Gemeinsame Erklärung des Bayerischen Pharmagipfels 2019 ist das Ergebnis eines intensiven Dialogprozesses mit der pharmazeutischen Industrie in Bayern."

Huml erläuterte: "Unsere Gemeinsame Erklärung enthält unter anderem Forderungen und Initiativen zur Sicherstellung der Versorgung mit sicheren und innovativen Arzneimitteln. So soll beispielsweise die Versorgung mit Arzneimitteln für neuartige Therapien wie Gentherapeutika oder biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte durch interdisziplinäre Teams, gezielte Vernetzung und Abbau von unnötigen Regulierungen verbessert werden."

Aiwanger ergänzte: "Damit der Zugang der Patientinnen und Patienten zu Innovationen im Arzneimittelbereich auch vor dem Hintergrund eines solidarisch finanzierten Gesundheitssystems auch künftig finanzierbar bleibt und die Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Industrie verlässlich sind, fordern wir die Einführung neuer Erstattungsmechanismen wie beispielsweise Pay-for-Performance-Modelle oder annualisierte Zahlungen. Zugleich sind die Regularien für Generika und Biosimilars so zu entwickeln, dass auch in diesem Bereich das Potenzial für eine nachhaltige und innovative Versorgung der Bürger weiter ausgeschöpft wird."

Aiwanger fügte hinzu: "Wesentlich war für uns auch, die Arzneimittelforschung und die Herstellung von Arzneimitteln in Bayern nachhaltig zu stärken. Deshalb fordern wir im Bereich der Rabattverträge für Generika, dass Mehrfachvergaben erfolgen sollen, wobei ein weiterer Anbieter regelhaft dann bezuschlagt werden soll, wenn er den Wirkstoff aus EU-Produktionsstätten bezieht."

Huml betonte: "Zudem wollen wir beispielsweise weitere Verbesserungen bei Forschungskooperationen erreichen und fordern, dass der Patentschutz in seiner aktuellen Form als zentraler Innovationsanreiz erhalten bleibt."

Der Bayerische Pharmagipfel 2019 setzt den zuletzt mit dem Pharmagipfel 2015 initiierten intensiven Dialogprozess zwischen dem bayerischen Gesundheits- und Wirtschaftsministerium und der pharmazeutischen Industrie fort. Vereinbart wurde eine Gemeinsame Erklärung mit den daraus resultierenden Forderungen und Initiativen unter anderem an den Bund und die EU.