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Bisherige Pläne des Bundesgesundheitsministers gehen zu Lasten der Patientinnen und Patienten

Meldung vom 07.04.2019 Huml: Spahn sollte umstrittenen Vorschlag zur Krankenkassen-Reform aufgeben - Bayerns Gesundheitsministerin: Bisherige Pläne des Bundesgesundheitsministers gehen zu Lasten der Patientinnen und Patienten

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aufgefordert, seinen umstrittenen Vorschlag zur Organisationsreform der Krankenkassen aufzugeben. Huml betonte am Sonntag:  "Jens Spahn befindet sich auf einem gefährlichen Irrweg. Denn regional engagierte Kranken- und Pflegekassen sind unverzichtbar. Wenn das Herzstück der wohnortnahen Versorgung zerschlagen wird, geht dies letztlich zu Lasten der Patientinnen und Patienten."

Huml fügte hinzu: "Bayern lehnt den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers strikt ab, dass die landesunmittelbaren Kranken- und Pflegekassen bundesweit ausgedehnt werden. Gerade Pflegebedürftige sind auf eine qualitativ hochwertige Versorgung vor Ort angewiesen. Genauso brauchen sie wohnortnahe Angebote für Beratung und Service." 

Bayern fordert schon seit Jahren mehr Transparenz und Gerechtigkeit im Wettbewerb der Krankenkassen untereinander. Die Ministerin erläuterte: "Mit dem jetzigen Vorschlag ist nicht von mehr Kassenwettbewerb auf der Beitragsseite auszugehen. Vielmehr wird der wirtschaftliche Druck zu Kassenfusionen steigen - letztlich kommt es zu einem Trend in Richtung Einheitskrankenkasse und Einheitsversicherung."