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Bayerns Gesundheitsministerin fördert Projekt "Smart Hospital" an der Universität der Bundeswehr München

Meldung vom 29.12.2018 Huml will IT-Sicherheit in Krankenhäusern stärken - Bayerns Gesundheitsministerin fördert Projekt "Smart Hospital" an der Universität der Bundeswehr München mit mehr als einer halben Million Euro

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will die IT-Sicherheit an den Krankenhäusern im Freistaat deutlich stärken. Huml betonte am Samstag: "Krankenhäuser müssen sich nicht zuletzt zum Schutz der Patientinnen und Patienten gegen Angriffe von außen auf ihre digitale Infrastruktur wappnen. Deshalb unterstützen wir sie bei der IT-Sicherheit mit dem Projekt 'Smart Hospital', das wir mit 533.000 Euro fördern."

Die Ministerin erläuterte: "Das Projekt ist Teil der Digitalisierungsoffensive der Staatsregierung. Es läuft seit Oktober 2018 an der Universität der Bundeswehr München. Mit dem Projekt wollen wir konkrete Vorschläge erarbeiten, wie Krankenhäuser der verschiedenen Versorgungsstufen eine optimale interne IT-Infrastruktur aufbauen können. Diesen Maßnahmenkatalog wollen wir dann allen Krankenhäusern als Leitfaden zur Verfügung stellen."

Untersucht wird im Rahmen des Projektes auch, in welchen Bereichen die Digitalisierung absehbar weitere Angriffsziele bieten wird - etwa durch die verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte auf den Krankenhausstationen oder die digitale Fernunterstützung durch Experten in den Operationssälen. Ein IT-Risiko können künftig aber auch die in die Krankenhäuser mitgeführten Datenträger von Patienten mit ihren gespeicherten Gesundheitsdaten darstellen. Hier geht es darum zu ermitteln, wie diese Bereiche möglichst im Vorfeld bereits geschützt werden können.

Huml fügte hinzu: "Um die Krankenhäuser dabei zu unterstützen, hat Bayern zudem die Förderpauschalen zur Modernisierung der medizinischen und technischen Ausstattung der Krankenhäuser um 50 Millionen Euro jährlich erhöht. Dies geschah nicht zuletzt darum, damit die Krankenhausträger notwendige Maßnahmen im Bereich IT-Sicherheit leichter umsetzen können. Im Gegensatz dazu hat der Bund bedauerlicherweise im neuen Krankenhausstrukturfonds die Vorschläge Bayerns zur Erweiterung der Förderung von IT-Maßnahmen auf alle Krankenhäuser nicht aufgegriffen. Deshalb können über diese Bundesmittel keine spürbaren Impulse für die Verbesserung der IT-Sicherheit erwartet werden."

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