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Bayern verstärkt Vorgehen gegen Antibiotikaresistenzen

Meldung vom 04.12.2019 Huml: Bayern verstärkt Vorgehen gegen Antibiotikaresistenzen - Neuer Leitfaden für Ärzte und erste Auswertung der Bayerischen Antibiotikaresistenz-Datenbank

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Bayern verstärkt das Vorgehen gegen Antibiotikaresistenzen. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Mittwoch in München: "Seit heute steht den niedergelassenen Haus- und Fachärzten ein umfassender Leitfaden für die Verordnung von  Antibiotika zur Verfügung. Damit wollen wir erreichen, dass künftig Antibiotika rationaler und sparsamer verschrieben werden."

Huml fügte hinzu: "Die bereits seit 2008 in Bayern eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen und zur Verbesserung der Hygiene in den medizinischen Einrichtungen zeigen bereits Erfolge. Sie müssen aber angesichts der zunehmenden globalen Bedeutung von Antibiotikaresistenzen fortgeführt werden. Gleichzeitig klären wir die Bevölkerung intensiv über das Thema Antibiotika und Resistenzentwicklung auf."

Die Ministerin unterstrich: "Wir setzen auch auf die neue Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank (BARDa). Sie liefert belastbare Daten zur Antibiotikaresistenz-Situation in Bayern. Erste Auswertungen liegen nun vor. Diese Daten lassen erkennen, dass die Resistenzraten gegenüber den meisten Wirkstoffen aktuell so sind, dass im Regelfall eine erfolgreiche Therapie entsprechender Infektionen weiterhin möglich ist. Allerdings wurden für einzelne Erreger und einzelne Wirkstoffe durchaus höhere Resistenzraten beobachtet."

BARDa bezieht ihre Daten aus der Routinediagnostik von Laboren für den ambulanten und stationären Bereich in Bayern. In die Auswertung des ersten Halbjahres 2019 sind die Daten von zehn Krankenhauslaboren und vier niedergelassenen Laboren eingeflossen. Ausgewertet wurden die Resistenzdaten von neun Erregern, die zu den häufigsten und wichtigsten  gehören. Das BARDa-Netzwerk wird weiter ausgebaut, so werden ab dem Jahr 2020 bereits sieben weitere bayerische Krankenhauslabore und Untersuchungslaboratorien am Monitoring beteiligt sein.