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Bayerischer Hospizpreis 2019

Meldung vom 08.10.2019 Huml überreichte Bayerischen Hospizpreis 2019 - Bayerns Gesundheitsministerin würdigt 20-jähriges Engagement der Bayerischen Stiftung Hospiz

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Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Dienstagabend in München den diesjährigen Bayerischen Hospizpreis der Bayerischen Stiftung Hospiz (BSH) überreicht. Mit dem Preis werden herausragendes Engagement im Ehrenamt sowie beispielhafte Projekte aus dem Bereich der Hospizarbeit gewürdigt. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema von der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e.V. (Stiftungspreis Ehrenamt) aus der Oberpfalz und die Hospizgruppe-Gehörlose der Diözese Würzburg (Stiftungspreis Projekt). Außerdem erhielten die Autoren Gesa Gottschalk, Sarah Levy und Roman Pawlowski den undotierten Sonderpreis der Bayerischen Stiftung Hospiz 2019.

Huml betonte anlässlich der Verleihung, die im Rahmen eines Staatsempfangs zum 20-jährigen Bestehen der Bayerischen Stiftung Hospiz in der Münchner Residenz stattfand: "Einen Menschen in seinem Sterbeprozess zu begleiten – dafür braucht es eine große innere Bereitschaft und viel Empathie. Es geht dabei nicht gerade primär um die medizinische und pflegerische Betreuung, sondern um den menschlichen Aspekt. Menschen, die sich in der Hospiz- und Palliativversorgung engagieren und schwerstkranken und sterbenden Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt Beistand leisten, verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Die Verdienste dieser Menschen, ohne die eine ganzheitliche Sterbebegleitung in Bayern nicht möglich wäre, ehren wir mit dem Bayerischen Hospizpreis."

Ministerin Huml würdigte zugleich das nunmehr 20-jährige Engagement der Bayerischen Stiftung Hospiz: "Es ist auch das Verdienst der Bayerischen Stiftung Hospiz und all ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass das Thema 'Sterben' mittlerweile in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist und sich immer mehr Menschen aktiv mit einem Leben bis zuletzt in Würde und Sterbebegleitung auseinandersetzen. Dass wir in Bayern so umfangreiche Versorgungsangebote in der Hospiz- und Palliativversorgung haben, haben wir auch der BSH zu verdanken." Sie fügte hinzu: "Doch auf dem Erreichten wollen wir uns nicht ausruhen! Die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung werden wir gemäß den gesellschaftlichen Veränderungen weiterentwickeln und anpassen. Wichtig ist mir dabei, dass hospizliche und palliative Versorgungsangebote dahin gebracht werden, wo die Menschen leben - zu Hause, in einer stationären Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus. Dabei ist mir insbesondere auch der flächendeckende Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen sehr wichtig."

Die ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die die Bayerische Stiftung Hospiz als Sozialministerin im Jahr 1999 mit gründete und deren erste Schirmherrin war, betonte: "Mir ist ganz besonders wichtig, dass die Hospizbewegung ihren festen Platz in der Mitte der Gesellschaft hat. Albert Schweitzer sagte einmal: 'Das Wenige, das du tun kannst, ist viel – wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst.' In diesem Satz wird eine grundlegende Wahrheit menschlichen Zusammenlebens zum Ausdruck gebracht. Und alle, die sich – ob hauptberuflich, ob ehrenamtlich – in der Hospizarbeit engagieren, erleben Tag für Tag immer wieder aufs Neue den tiefen Sinn dieser Worte."

Sie ergänzte: "Die mit dem heutigen Preis Ausgezeichneten tun alle unglaublich viel, indem sie auf unverzichtbare Weise dazu beitragen, dass Alter, Krankheit und Tod endlich wieder als Teile des Lebens gesehen und nicht tabuisiert werden. In diesem Sinne ist Hospizarbeit Lebenshilfe."

Mehr Informationen zur Hospiz- und Palliativversorgung und zur Bayerischen Stiftung Hospiz im Internet unter https://www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/sterbebegleitung/ und http://www.bayerische-stiftung-hospiz.de/.

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