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Aktionsplan zur Hebammenversorgung

Meldung vom 11.02.2019 Huml: Hebammenversorgung in Bayern soll weiter verbessert werden - "Runder Tisch" in Nürnberg - Gesundheitsministerin: Wir erarbeiten einen gemeinsamen Aktionsplan

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Die Hebammenversorgung in Bayerns soll weiter verbessert werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Montag nach einem Treffen mit betroffenen Verbänden und Institutionen in Nürnberg: "Der heutige 'Runde Tisch' war der gelungene Auftakt einer Reihe von Gesprächen mit dem Ziel, die Betreuung aller Schwangeren und Mütter in Bayern durch Hebammen zu gewährleisten. Auf meinen Vorschlag hin haben wir zunächst drei Folgetreffen in diesem Jahr angesetzt, um auf Fachebene über konkrete Schritte zu beraten. Ziel ist, möglichst noch dieses Jahr einen gemeinsamen Aktionsplan zu erarbeiten."

An dem "Runden Tisch" in Nürnberg nahm unter anderem die neue Vorsitzende des Bayerischen Hebammen Landesverbandes, Mechthild Hofner, teil. Eingeladen waren zudem Vertreter der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände sowie des Landkreis- und des Städtetages. Die nächsten beiden Treffen auf Fachebene sollen Anfang April und im Juli jeweils in München stattfinden. Im Rahmen eines abschließenden weiteren "Runden Tisches" soll der gemeinsame Aktionsplan verabschiedet werden.

Huml erläuterte: "Eine wichtige Grundlage ist die im vergangenen Jahr veröffentlichte Hebammenstudie des bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Studie hatte zwar die hohe Zufriedenheit von Müttern und Schwangeren mit der Qualität der Hebammenversorgung in Bayern belegt. Aber zugleich ist deutlich geworden, dass wir mehr Hebammen insbesondere für die Geburtshilfe und die Wochenbettbetreuung gewinnen müssen."

Seit dem 1. September 2018 können freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen in Bayern einen Hebammenbonus in Höhe von jährlich 1.000 Euro beantragen, wenn sie mindestens vier Geburten im Jahr betreuen. Dieser Bonus stößt auf große Resonanz. Bislang (Stand 11.2.) sind 625 Anträge für das Jahr 2017 und 200 Anträge für das Jahr 2018 eingegangen. Die Antragsfrist für 2017 läuft noch bis Ende März 2019 - und die Antragsfrist für 2018 bis Ende Juni.

Die Auszahlung der Prämie ist erstmalig zum Ende des Ausbildungsjahres ab September 2019 vorgesehen, um Hebammen insbesondere auch nach erfolgreicher Ausbildung beim Start in die Selbstständigkeit zu unterstützen. Bei der weiteren Ausgestaltung der Niederlassungsprämie werden die Hebammenverbände in Bayern miteinbezogen.

Die Ministerin fügte hinzu: "Jetzt geht es darum, weitere zukunftsfähige Maßnahmen zum Erhalt einer flächendeckenden Versorgung mit Hebammenleistungen zu entwickeln. Landkreise und Kreisfreie Städte sind zwar gesetzlich zur Sicherstellung der Hebammenversorgung und der Geburtshilfe verpflichtet. Aber: Wenn wir die flächendeckende Versorgung mit Hebammenleistungen sichern wollen, müssen alle Beteiligten - Staatsregierung, Kommunen, betroffene Verbände und Institutionen - zusammenarbeiten.“

Informationen finden Sie auch im Internet unter:

https://www.stmgp.bayern.de/meine-themen/fuer-hebammen-und-entbindungspfleger/